Der Vorschulunterricht von OFARIN

Die Idee zur Einrichtung eines Unterrichtes für kleine Kinder kam uns, weil viele Schüler zu OFARINs Moschee-Schul-Unterricht kleine Geschwister mitbringen. Die Großen müssen auf die Kleinen aufpassen. Sonst hätten sie nicht kommen dürfen.

2008 begann OFARIN ein Programm, das sich nur an Vorschulkinder richtet, d.h. an Kinder, die etwa fünf bis sechs Jahre alt sind. Sie sollten in der Lage sein, nach dem Vorschulunterricht, der etwa ein halbes Jahr dauert, mit dem normalen Anfängerunterricht von OFARIN zu beginnen.

In der Vorschule lernen die Kinder die Farben bezeichnen. Sie lernen mit Begriffen wie „viel“ und „wenig“, „innen“ und „außen“, „rechts“ und „links“ umzugehen. Sie malen vorgedruckte Bilder mit Farben aus. Sie zeichnen mit Bleistiften und Buntstiften ganz selbständig eigene Bilder. Sie schneiden mit Scheren Figuren aus und kleben sie auf ein Papier. Schließlich wird ihnen ein Sinn für die Zahlen (bis neun) vermittelt. Und sie lernen einige Buchstaben kennen.

Während des Vorschulunterrichtes werden aus ängstlichen Kleinkindern richtige Persönlichkeiten, die sich mit ihrer Umgebung aktiv auseinandersetzen. Für den Schulbetrieb sind sie nach der Vorschule gut vorbereitet.

Der Vorschulunterricht dauert täglich eine Stunde. Manchmal wird zusätzlich etwas Religion gegeben. Derzeit hat OFARIN 15 Vorschulklassen, 12 in der Stadt Kabul und 3 in der Provinz Logar, die von gut 300 Kindern besucht werden. Das Vorschulprogramm wird von der Staub-Kaiser-Stiftung in Winterthur (CH) unterstützt.